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Mittelohrentzündung! Tipps zur Vorbeugung und Behandlung

Die Mittelohrentzündung (Otitis media acuta) lässt sich durch Hausmittel behandeln, doch da diese Krankheit schnell chronisch werden kann, ist es wichtig früh zu handeln. Wir geben Ihnen Tipps zur Vorbeugung und Behandlung.

Mittelohrentzündung! Tipps zur Vorbeugung und Behandlung

Ursachen und Symptome einer Mittelohrentzündung

Bei einer Mittelohrentzündung ist die Schleimhaut des Mittelohrs von Bakterien oder Viren betroffen und entzündet. Diese Erkrankung ist im Kindesalter häufig. Eine eingehende Behandlung, auch mit Antibiotika, ist angeraten, vor allem da dieses Leiden chronisch werden kann. Häufig kommt die Entzündung aus den Mund-Nasenraum und überträgt sich in die Ohrtrompete. Die Schleimhaut schwillt an und die Erreger breiten sich in dem entstandenen Hohlraum aus. Bei Kindern sind häufig Mandelentzündungen eine Ursache für Mittelohrentzündungen. Kopfschmerzen, Schmerzen und Druckgefühl im Ohr, wie ein vermindertes Hörvermögen gehören zu den Symptomen. Das Trommelfell kann durch den Druck des Eiters auch reißen, es kommt zu einem blutigen Ausfluss.

Vorbeugung einer Otitis media

Die Vorbeugung ist nicht so einfach, eine schnelle Reaktion auf Entzündungen im Nasen-Rachen-Bereich ist jedoch der beste Schutz. Vor allem bei Kindern sollte darauf geachtet werden, dass die Atemluft möglichst gut ist (Rauchfrei), ein Schnuller selten verwendet wird und Xylitol zB in Kaugummis vermieden wird. Zusätzlich sind Impfungen wie Pneumokokken und Grippeimpfungen angeraten. Generell ist ein gesundes Immunsystem wichtig zur Vorbeugung vor Mittelohrentzündungen. Vor Allem Zink ist zur Vorbeugung von Entzündungen wichtig, was man vor allem durch die Ernährung erreicht.

Behandlung mit Hausmitteln

Wer sich keine Zwiebelsäckchen aufs Ohr legen möchte (obwohl diese keine schlechte Idee sind) kann man auch auf Kamille ausweichen. Wärme ist besonders bei Entzündungskrankheiten wichtig, da die Blutgefässe erweitert werden und das den Heilungsprozess unterstützt. Infrarotlichtlampen schaffen hier Abhilfe. Man sollte die Augen schließen. Auch Wärmflaschen oder Kirschkernkissen kann man erwärmen (nicht erhitzen!) und sich aufs Ohr legen. ist man von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder neurologischen Krankheiten betroffen, sollte man den Einsatz von Wärme vorher mit dem Arzt absprechen.

Nasentropfen mit Meersalz oder Dampf zur Inhalation helfen bereits den Schleim einer verstopfte Nase zu lösen und dadurch die auch die Wege zum Ohr wieder freizulegen. Kamillentee, Weidenrindentee lindern Symptome und wirken entzündungshemmend, ein Tee aus großblättriger Königskerze bringt Sie ins Schwitzen und treibt auch Herpesviren aus. Olivenöl ist auf keinen Fall zu verwenden. Bei bestehenden Beschwerden sind diese Mittel keine Alternative zu einer antibiotischen Therapie. Gehen Sie zum Arzt. Besser früher als zu spät. Wenn Sie zu spät zum Arzt gehen, kann das unangenehme Folgen haben, lesen Sie weiter.

Behandlung mit Arzneimitteln

Wenn die Schmerzen stark sind, sollten fiebersenkende und entzündungshemmende Mittel eingenommen werden. Nasentropfen die eine abschwellende Wirkung haben, können helfen den Kanal wieder zu öffnen und es der Schleimhaut zu ermöglichen die Giftstoffe zu aufzunehmen. Bei starken Entzündungen wird der Arzt Antibiotika geben und notfalls auch das Trommelfell punktieren. Bei chronischen Mittelohrentzündungen kann es auch sein, dass ein Röhrchen eingesetzt wird um das Mittelohr zu belüften.

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Kategorie: News

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