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Tipps zur Pflege und Behandlung von Neurodermitis

Neurodermitis ist eine chronische, nicht ansteckende Hauterkrankung, die häufig mit starkem Juckreiz einhergeht. In der Regel tritt diese Erkrankung in unregelmäßigen Abständen auf. Schübe der Krankheit werden bei den meisten betroffenen Personen durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst. Daher ist es besonders wichtig, frühzeitige Prävention zu betreiben und die eigene Lebensführung an die Erkrankung anzupassen.

Tipps zur Pflege und Behandlung von Neurodermitis

Neurodermitis ist eine chronische, nicht ansteckende Hauterkrankung, die häufig mit starkem Juckreiz einhergeht. In der Regel tritt diese Erkrankung in unregelmäßigen Abständen auf. Schübe der Krankheit werden bei den meisten betroffenen Personen durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst. Daher ist es besonders wichtig, frühzeitige Prävention zu betreiben und die eigene Lebensführung an die Erkrankung anzupassen.

 

Auslöser können unter anderem hormonelle und psychische Faktoren sein, aber auch die Ernährung, die Witterung, die Art der Bekleidung oder Infektionen können als Auslöser in Frage kommen. Die Wissenschaft geht aktuell davon aus, dass es sich hierbei um eine vererbbare Krankheit handeln kann, sodass betroffene Eltern besonderes Augenmerk auf einen Ausbruch bei den eigenen Kindern richten sollten.

 

Da die Neurodermitis sich häufig bereits im Säuglingsalter manifestiert, sollten Eltern die Haut des Kindes regelmäßig kontrollieren. Ein Milchschorf muss allerdings kein Anzeichen für diese Erkrankung sein und kann ohne Behandlung wieder abheilen und verschwinden.


Tipps zur Vermeidung von Krankheitsschüben

Es ist wichtig, dass Sie die Krankheit selbst gut dokumentieren. Achten Sie auf mögliche Auslöser, welche einen Schub hervorgerufen haben können. Je früher Sie mit diesen Beobachtungen beginnen, umso leichter können Sie die möglichen Gründe für den Schub identifizieren.

 

Versuchen Sie testweise diese möglichen Auslöser zu vermeiden, um zu schauen, ob sich durch diese Strategie die Anzahl der Schübe reduzieren lässt. Je früher Sie in der Lage sind die Schübe nicht nur aktiv zu vermeiden, sondern diese auch frühzeitig behandeln, umso leichter können Sie sich Linderung verschaffen.



Eine konsequente Hautpflege ist besonders wichtig

Nicht immer müssen Sie Medikamente einsetzen, um der Neurodermitis zu begegnen. Häufig gibt es gute Alternativen, welche bereits im Vorfeld eingesetzt werden können, um Ihre Haut zu stärken und den Ausbruch in seiner Stärke zu minimieren. Wichtig ist dabei, dass Sie die Haut nicht zusätzlich belasten.

 

Nutzen Sie bei der Körperpflege keine herkömmliche Seife, sondern nutzen Sie die geeigneten Alternativen. Rückfettende Waschlotionen halten die Haut geschmeidig und weich und stören den schützenden Film der Haut nicht. Zudem sollten Sie die Haut täglich mit rückfettenden Pflegesalben pflegen. Achten Sie dabei auf die Inhaltsstoffe der Salben, da einige der Inhaltsstoffe selbst Auslöser eines Schubes sein können.



Große Auswahl an Pflegeprodukten für Neurodermitis

Für Neurodermitis gibt es bereits eine große Auswahl an Pflegeprodukten. Finden Sie die Mittel, die für Sie am besten funktionieren. Dazu können Sie sich von ihrem Apotheker, Haus- oder Hautarzt beraten lassen. Nicht jeder Betroffene reagiert gleich gut auf die einzelnen Pflegeprodukte, sodass es sinnvoll ist, sich mit den verschiedenen Möglichkeiten und Optionen auseinanderzusetzen.

 

Bekannte Hersteller wie La Roche, Eucerin, Louis Widmer, PelPharma, Bayer und Linola haben eigene Pflegelinien auf dem Markt, welche für Neurodermitis-Patienten entwickelt wurden. Diese bieten optimalen Schutz für trockene und anspruchsvolle Haut.

 

Die Pflege der betroffenen Hautpartien sollte regelmäßig und mindestens einmal pro Tag erfolgen. Wichtig ist, dass diese Pflege auch außerhalb eines Schubes fortgeführt wird, damit die Haut ihre Belastbarkeit erhält und mögliche Schübe aktiv vermieden werden können.



Die richtige Kleidung bei Neurodermitis

Weitere Tipps zum Leben mit Neurodermitis betreffen die Kleidung. Neue Kleidung sollte vor dem ersten Tragen nach Möglichkeit mehrfach gewaschen und getrocknet werden, um die bei der Herstellung genutzten Chemikalien sicher aus den Fasern zu entfernen.

 

Tragen Sie nach Möglichkeit keine zu enge Kleidung, da diese den Luftaustausch der Haut hemmen kann. Auch von Kunstfasern wird dringend abgeraten, da diese ebenfalls die Luftzirkulation einschränken und zum Schwitzen animieren. Achten Sie vor allem auch darauf sich nicht zu warm anzuziehen, da die Wärme bei einem aktiven Schub den Juckreiz massiv verstärken kann.



Medikamente bei Neurodermitis

Bei besonders schweren oder akuten Fällen kann auch die Pflege allein keine Hilfe bieten. Hier ist es wichtig sich medizinisch beraten zu lassen und passende Medikamente zu nutzen. In der Regel sind diese Medikamente allerdings rezeptpflichtig, sodass Sie die Behandlung nur unter ärztlicher Aufsicht durchführen sollten. Mögliche Therapien sind unter anderem Salben oder UV-Bestrahlungen direkt im Krankenhaus, welche allerdings nicht von allen Patienten gleichermaßen vertragen werden.

 

Zunächst einmal steht in der Regel die Behandlung der Symptome im Vordergrund. Dementsprechend können Salben den Juckreiz mindern und den Neurodermitis-Schub erträglicher gestalten. Wird die Neurodermitis durch eine allergische Reaktion ausgelöst, können Antihistaminika helfen, den Schub zu kontrollieren und diesen einzugrenzen.

Ähnlich wirken Calcineurin-Inhibitoren, welche gezielt entzündungshemmend und immunsuppressiv wirken. Denn Calcineurin ist ein körpereigenes Enzym im Zellkern der Immunzellen, welches die Bildung von verschiedenen Entzündungsmediatoren anregt. Durch die Inhibitoren wird diese Aktivität des Enzyms gehemmt, sodass die Reaktion des Körpers, also der neurodermitische Schub, gemindert wird. Die Anwendung dieser Produkte ist strikt nur mit dem behandelnden Arzt empfohlen.

Neurodermitis ist belastend für die Lebensqualität der Patienten, Kinder können durch den Juckreiz oft nicht schlafen und das Erscheinungsbild der Haut leidet. Durch eine gute Pflege und ein wenig Achtsamkeit hinsichtlich der Auslöser können die meisten Betroffenen auch ohne Medikamente ein gutes Leben führen.

Kategorie: News

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