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Zahnpflege leicht erklärt: So bleiben Zähne und Zahnfleisch gesund

Wie bleiben Zähne und Zahnfleisch dauerhaft gesund? Mit Mundhygiene durch die richtige Zahnpflege ist das ganz einfach.

Zahnpflege leicht erklärt: So bleiben Zähne und Zahnfleisch gesund

Warum müssen wir überhaupt auf Mundhygiene achten?

Karies hat schon viele Zähne zerstört. Mehr als die Hälfte aller Kinder hat bereits an den Milchzähnen Karies. Die meisten Erwachsenen weisen ebenfalls behandelte Zähne auf oder tragen sogar Zahnersatz. Behandlungen gegen Zahnfäule sind nicht selten schmerzhaft und lästig. Das ist aber nur ein Teil des Problems.

Was vielen Menschen nicht bekannt ist: Bakterien im Mund und auf den Zähnen zersetzen den Zucker aus unserer Nahrung und produzieren dabei Milchsäure, die die Zähne zersetzen kann. Das Risiko Karies zu entwickeln kann schon innerhalb weniger Tage steigen, daher ist die mehrfache tägliche Zahnreinigung unbedingt notwendig. Schädliche Bakterien aus dem Mund können den ganzen Körper krank machen. Wer nicht auf Zahnschutz achtet, hat ein höheres Risiko für Schmerzen, Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Neben Karies, der wohl bekanntesten Zahnkrankheit, droht bei einer Parodontitis sogar ein früher Verlust von Zahnfleisch und Zähnen. Parodontitis ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Zähne und des Zahnfleisches. Es handelt sich um einen Zahnfleischrückgang, der oft mit einem vermeintlich harmlosen Zahnfleischbluten beginnt. Der Rückgang des Zahnfleisches lässt die Zähne größer wirken, was für viele unästhetisch ist. Das löst bei Betroffenen Unwohlsein aus. Spätestens mit den ausfallenden Zähnen zieht Parodontitis auch hohe Behandlungskosten nach sich, weil teilweise sogar Implantate erforderlich werden.

 

Wie oft ist ist die Zahnpflege notwendig?

Empfohlen wird, sich 2-mal täglich für mindestens 3 Minuten die Zähne zu putzen. Nicht vor dem Essen, aber auch nicht sofort nach dem Essen. Der Griff zur Zahnbürste sollte erst nach ca. 30 Minuten erfolgen, gerade wenn man säurehaltige Nahrungsmittel (wie z.B. Äpfel, Limonaden oder Wein) konsumiert hat.

Außer Haus hat man meistens keine Zahnbürste mit dabei. Beispielsweise im Büro hat man nicht die Möglichkeit nach der Hauptmahlzeit die Zähne zu putzen. Ein zuckerfreier Kaugummi reicht hierfür aus, da man die Speichelproduktion anregt und der Speichel die Zähne etwas reinigt. Zusätzlich werden dadurch auch Inhaltsstoffe mancher Nahrungsmittel gelöst, die für die Zahnstruktur günstig sind (z.B. aus Milchprodukten, fluoridiertes Salz) 

Mundhygiene lernen und Zahnschutz sichern

Eine gute Mundhygiene kann Erkrankungen wie Parodontitis und Karies verhindern. Sie besteht nicht nur aus Zähneputzen, obwohl das die Basis einer guten Pflege ist. Denken Sie auch an Ihre Zahnzwischenräume. Ihre Zunge verträgt ebenfalls eine regelmäßige Reinigung. Ein regelmäßiger Besuch beim Zahnarzt und dem Zahnhygieniker rundet die Maßnahmen ab.

Einfach Zahnpasta auf die Bürste und los schrubben? So einfach ist es leider nicht. Wer sich optimal die Zähne putzen möchte, muss bereits beim Kauf hinsehen. Es gibt Zahnbürsten in verschiedenen Stärken. Die meisten Menschen profitieren von einer mittelharten oder mittelweichen Zahnbürste. Wer empfindliches Zahnfleisch oder schmerzende Zähne durch einen Mangel an Zahnschmelz hat, greift besser zu einer weichen Bürste und putzt dafür etwas länger. Harte Zahnbürsten sind nur in seltenen Fällen sinnvoll.

Die Auswahl an Zahnpasten ist erstaunlich groß. Wichtig ist, dass die Creme ausreichend Fluorid enthält und frei von Zucker ist. Das in empfohlenen Dosierungen ungefährliche Fluorid schützt die Zähne nachweislich vor Karies und sollte daher auf keinen Fall fehlen. Für Erwachsene wird ein Gehalt zwischen 1.000 und 1.500 ppm Fluorid empfohlen. Kinder benötigen deutlich weniger Fluorid. Zahnpasten für die Kleinen enthalten daher nur rund 500 ppm. Neben dem Fluoridgehalt sollten Ihnen Ihre Zahncreme vor allem gut schmecken, damit Sie gern Ihre Zähne putzen.

Empfindliche Zähne kann man mit speziellen Zahnpasten behandeln, allerdings ist der Gang zum Zahnarzt absolut angeraten, da dieser die Ursache klären kann. Diese Zahnpasten beinhalten Kaliumnitrat bzw. Strontiumchlorid, welches die Reizübermittlung zum Zahnnerv reduziert.

Außerdem gibt es Varianten mit mehr oder weniger Scheuerpartikeln. Dies wird im sogenannten RDA-Wert angegeben, der aber nur selten auf den Packungen zu finden ist. Sie möchten eine sanfte Zahncreme? Wählen Sie ein Produkt, das als Zahnschmelz-freundlich ausgewiesen ist. Aufhellende Zahncremes scheuern oft sehr stark und greifen den Zahnschmelz an. Man vermutet das auch bei Aktivkohlepasten. Der Zahnschmelz schützt jedoch unsere Zähne vor Karies.

 

Wie Sie korrekt Zähne putzen

Schrubben Sie die Zähne nicht, denn dadurch können Sie wertvollen Zahnschmelz verlieren. Drücken Sie die Zahnbürste beim Putzen nicht auf die Zähne, dass gefährdet die Zähne. Zuerst sollten Sie die Kauflächen mit kurzen Hin- und Herbewegungen putzen, dann das geschlossene Gebiss mit Kreisbewegungen Zahn für Zahn. Zuletzt die Innenflächen ebenfalls Zahn für Zahn abwischen. 

Die schäumende Wirkung von Zahnpasta hat den Vorteil, dass Speisereste entfernt werden. Hierbei sollte man die Inhaltsstoffe der Zahnpasta genauer betrachten, denn Natriumlaurylsulfat, sowie auch Polyethylenglykole und chemisch verwandte Stoffe (PEG) sind häufig aggressiv und machen die Schleimhäute durchlässiger für Fremdstoffe. Experten empfehlen, den Zahnbelag von oben nach unten von den Zähnen zu streichen.

Ob man eine elektrische oder eine Handzahnbürste wählt, ist abhängig davon was einem lieber ist. Elektrische Zahnbürsten sind heute teilweise auch mit Schalltechnologie ausgestattet, d.h. es entsteht eine Druckbewegung, keine Drehbewegung. 

Vergessen Sie nicht nach 3 Monaten oder nach einer Erkrankung die Bürste auf jeden Fall zu wechseln. 

Zahnzwischenräume auf keinen Fall vernachlässigen

Karies und Parodontitis auslösende Zahnfleischentzündungen entstehen in den meisten Fällen in den engen Räumen zwischen den Zähnen. Die Zahnbürste reinigt leider nur 50 bis 70 Prozent der Zahnoberflächen. Die Zahnzwischenräume sind für die Borsten fast unerreichbar. Auch ein hoher Fluoridgehalt der Zahnpasta gleicht das nicht aus. Wer Wert auf eine gute Zahngesundheit legt, muss daher auch die Zahnzwischenräume reinigen. Sie haben dazu verschiedene Möglichkeiten.

Zahnseide kommt am häufigsten zum Einsatz. Es gibt gewachste und ungewachste Produkte, wobei die mit Wachs besser gleiten. Neben der Zahnseide am Stück finden Sie Zahnseide-Sticks, die allgemein etwas einfacher in der Handhabung sind. Gehen Sie einmal täglich vor dem Zähneputzen durch alle Zahnzwischenräume.

Noch mehr Hygiene bieten nur Interdentalbürsten. Sie reinigen optimal, doch ihre Handhabung ist deutlich komplizierter als mit Zahnseide. Es ist zum Beispiel erforderlich, dass Sie für jeden Zahnzwischenraum die passende Bürstengröße auswählen. Am besten lassen Sie sich die Reinigung bei einer professionellen Zahnreinigung zeigen.

Weitere Möglichkeiten für mehr Zahnfleisch- und Zahnschutz

Wer seine Zähne putzt und einmal täglich Zahnseide oder Interdentalbürsten verwendet, tut schon viel für die Zahngesundheit. Sie können noch mehr tun, denn im Mund tummeln sich viele Bakterien, die in Schach gehalten werden müssen. Sie leben nicht nur in Zahnbelägen, sondern auch auf der Zunge.

Mit einem Zungenschaber können Sie den Bakterienfilm und Mundgeruch reduzieren, daher gehört er mit in Ihre Zahnpflegeroutine. Ebenso schütz ein Zungenschaber von einer dauerhaften Besiedlung von Erregern auf der Zunge. Eine stark belegte Zunge ist auch ein Hinweis auf eine zu saure Ernährung. Essen Sie häufiger Wurzelgemüse oder machen eine Basenkur, kann das auf Dauer helfen den Säurehaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. 

Nicht jeder Mensch kann all diese Maßnahmen für den Erhalt der Zähne durchführen. Eine Mundspülung, die Fluorid enthält, ist eine Alternative, die Ihnen trotzdem einen gewissen Schutz bietet. Mit antibakteriellen Produkten können Sie ab und zu auf die Reinigung der Zahnzwischenräume und die Zungenreinigung verzichten. Dennoch ist es unumgänglich, einmal pro Halbjahr eine Kontrolle beim Zahnarzt durchführen zu lassen.


Fazit: Eine hochwertige Zahnpflege ist für jeden wichtig

Zahnbürste, Zahncreme, Zahnseide, Interdentalbürsten, Zungenschaber und Mundspülung: Mit Produkten wie diesen schützen Sie sich weitgehend vor schwierigen Erkrankungen wie Karies und Parodontitis. Wer die Zahnpflege stets korrekt umsetzt, bekommt vom Zahnarzt in der Routinekontrolle nur Lob. Es lohnt sich! Auch wenn bereits Zahnersatz, Zahnfüllungen und ein Rückgang des Zahnfleisches vorliegen, können Sie den Status Quo erhalten oder Ihre Situation sogar verbessern.

Kategorie: News

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