Über Wirkungen und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformationen, Arzt oder Apotheker

Sommer, Sonne, Sonnenbrand

Was tun, wenn man die Sonnenstrahlen unterschätzt hat? Unsere Pharmazeutinnen und Pharmazeuten haben einige Tipps für Sie zusammengestellt, die Ihnen helfen können, unangenehmen und gefährlichen Sonnen- und Hitzeschäden zu entgehen.

Hauttypbestimmung

Eine gute Möglichkeit herauszufinden welcher Sonnenschutz der richtige ist, ist es den eigenen Hauttyp zu bestimmen. Die unterschiedlichen Typen haben einen unterschiedlichen eigenen Schutz und die jeweilige Haut hält mehr oder weniger aus. Helle Hauttypen mit roten oder blonden Haaren, die viele Sommersprossen haben und eher rot oder nur leicht gebräunt werden, sollten unbedingt auf starken Sonnenschutz setzen, Kopfbedeckung tragen und auch die Augen vor zu starker Sonneneinstrahlung schützen.

Mischtypen, mit dunkelblonden oder braunen Haaren und hellen Augen, die leicht gebräunt werden sollten ebenfalls auf Kopfbedeckung, Sonnenbrille und einem Sonnenschutzfaktor mit mindestens 10 achten, wobei eine maximale Sonnenbestrahlung von 20-30 Minuten nicht überschritten werden sollte.

Dunkle Hauttypen mit dunklen Haaren und Augen bekommen kaum einen Sonnenbrand, sind aber daher nicht weniger vor den Gefahren geschützt. Ein leichterer Sonnenschutzfaktor als bei helleren Typen ist geeignet und die Aufenthaltszeit in der Sonne kann bis zu 45 Minuten ist möglich.

Sonnenbrand

Kinderhaut braucht besonderen Schutz

Besonders kleine Kinder brauchen starken Schutz gegen die Sonnenstrahlen, immer eine Kopfbedeckung und möglichst wenig direkte Sonne. Der Sonnenschutz ist auch im Schatten notwendig, da die Strahlung auch im Schatten vorhanden ist.

Sonnenschutz und Schweiß

Der verwendete Sonnenschutz sollte schweißresistent und wasserabweisend sein. Generell sollte man sich mehrfach an einem Tag eincremen, um den Schutzfaktor aufrecht zu erhalten. Vermeiden Sie die Mittagssonne und vermeiden Sie allzu lange Sonnenbäder. Bei Personen die stark schwitzen, sollten öfter nachcremen. Lotions sind dabei nicht unbedingt geeignet, besser wären gut haftende Gels und für das Gesicht Sonnenschutz-Sticks.

Wann ist ein Sonnenbrand ein echter Sonnerbrand?

Produkte wie Carotin-Kapseln oder Selbstbräuner täuschen die Bräune nur vor und schützen nicht vor einem Sonnenbrand. Ein langsames Vorbräunen in der echten Sonne wird von Experten empfohlen, auch um Vitamin-D Mangel vorzubeugen. Ein guter Maßstab, um die Gefahr richtig einzuschätzen ist einerseits die Kenntnis des Hauttypen, aber auch ob die exponierten Stellen schmerzen oder nicht.

Hat man doch einen Sonnenbrand abbekommen, kommt es auf die Stärke an. Es werden 3 Grade unterschieden. Der leichteste Grad hat leichtes Jucken, Brennen und Rötung zur Folge.Hier reicht eine gute After-Sun-Lotion, die kühlend wirkt und viel zu trinken. Medikamente die Corticosteroide enthalten sollten bei Sonnenbrand nicht eingenommen werden. Bei Sonnenbränden des Grades 2 treten zusätzlich Blasen auf. Hier sollte bereits ein Arzt konsultiert werden. Auch beim Sonnenbrand des Grades 3 ist der Besuch eines Krankenhauses notwendig. Hier ist die Oberhaut betroffener Stellen bereits stark zerstört, löst sich ab, die mittlere Hautschicht ist abgestorben und es bilden sich Melanome. Die Behandlung mit Cortison und Antibiotika ist notwendig.

Ein Sonnenbrand bei Kindern sollte von einem Arzt abgeklärt werden.

Weiterführende Links: